Filialkirche Rengen
Unsere Kirche wurde schon im Jahre 1570 urkundlich erwähnt. Den Aufzeichnungen zufolge soll sie zwar erst 1756 erbaut worden sein, wahrscheinlich wurden in diesem Jahr jedoch lediglich Änderungen vorgenommen. Die Überlieferung sagt aus, dass an der jetzigen Stelle schon im Jahre 1670 eine Kapelle stand, in der die hl. 14 Nothelfer angebetet wurden. In den Jahren 1903 und 1904 erfolgte der Abriss der alten Kapelle. Gleichzeitig wurde sie in ihrer heutigen Form, innerhalb von nur zwei Jahren aufgebaut und im Jahre 1904 ihrer Bestimmung übergeben. Die Einweihung erfolgte am 7. August 1904 durch Pastor Schlicker zu Ehren der hl. Agatha. So, wie nach der Überlieferung schon 1670 die hl. 14 Nothelfer in der alten Kapelle verehrt wurden, so werden sie auch heute noch in der jetzigen Kirche verehrt. Rengen selbst war in früheren Zeiten ein kleiner Wallfahrtsort, zu dem die Pilger kamen, um für ihre Anliegen bei den hl. 14 Nothelfern zu beten.
Es war früher Brauch, dass der Ortsvorsteher vor der Kirche bei Bedarf Gemeindeversammlungen einberief und dann dort seine Anliegen und Mitteilungen bekannt gab.
Bis 1909 hatte Rengen keinen eigenen Friedhof. Die Toten mussten in dieser Zeit nach Daun überführt und bestattet werden. Eine Änderung dieser Zustände traf dann 1909 mit dem Bau des eigenen Kirchhofs ein. Die erste Verstorbene, die auf dem Friedhof beigesetzt wurde, war Frau Maria Zens, die am 01.Juli 1909 gestorben war.
Im Oktober 1969 bekam die Rengener Kirche eine neue Ölheizung und wurde mit einem neuen Anstrich versehen. Einen neuen Innenanstrich bekam sie im Jahre 1997 durch die Fa. Grötz aus Katzwinkel.
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Nothelfer
Die Verehrung der vierzehn
hl. Nothelfer ist seit vielen Jahrhunderten bei dem christlichen Volke in
frommen Gebrauche. Wann dieser begonnen, oder von wem er in der jetzigen
Reihenfolge der vierzehn Heiligen angefangen worden ist, kann nicht leicht
ermittelt werden. Soviel steht fest, daß schon seit dem 15. Jahrhundert zu deren
Verehrung eigene Kirchen, Kapellen und Altäre erbaut wurden und daß sich alte
Meßbücher vorfinden, in denen eine Messe von den vierzehn hl. Nothelfern
vorkommt. Auch hat man früher an manchen Orten Italiens und Süddeutschlands eine
eigene Bruderschaft zur Verehrung der vierzehn hl. Nothelfer eingeführt, die mit
manchen Gnadenschätzen vertraut wurde. Zwar besteht diese in unseren Gegenden
nicht, doch ist bei uns die Andacht zu diesen vierzehn Heiligen vielerorts sehr
lebhaft. So auch in der Kapelle zu Rengen, Pfarrei Daun. Jeden Mittwoch in der
hl. Fastenzeit - außer Aschermittwoch - wird hier um 9 Uhr das hl. Meßopfer zu
Ehren der vierzehn hl. Nothelfer gefeiert und anschl. eine feierliche Andacht
gehalten.
Quelle: Gebete und Gesänge zu Ehren der 14 hl. Nothelfer in Rengen Pfarrei Daun, Trier, 30. September 1864
> Abbildungen der 14 Nothelfer
> 14 Nothelfer - Leben und Wirken
Kirchenpatron Kunibert
* Gedenktag katholisch: 12. November Regionalkalender Köln, Trier ( Kirmes-Termin in Rengen ) * Name bedeutet: der Glanz der Sippe (althochdt.) * Bischof von Köln * * um 600 in der Moselgegend * + 12. November um 663 in Köln
Kunibert, aus vornehmer Familie, am Hof Chlotars II. erzogen, wurde Archidiakon in Trier und 623 Bischof von Köln. Kurz nach seiner Wahl soll ihm eine Taube bei der Messe in der St.-Ursula-Kirche die Grabstätte der Ursula geoffenbart haben. Er brachte die Diözese zum Blühen, gründete Klöster, half Armen und Kranken. Kunibert ließ auch die die Klemens-Kirche bauen, die Vorgängerin der Kunibert-Kirche des 13. Jahrhunderts, in der seine Reliquien aufbewahrt werden * Attribute: Taube * Patron bei Fieber und Kopfschmerzen. * Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/
KUNIBERTUS, Cunibertus, Gumpertus, Bischof und Heiliger, * vor 626 (um 595?), * 12.11. (Festtag) nach 648 (663?). - K. entstammte dem austrasischen Adel. Schon in seiner Jugend kam er an den Hof Dagoberts I., als dieser noch König des austrasischen Teilreiches war. Er folgte dem Bischof Remedius in Köln nach und gehörte ab 629 mit dem Hausmeier Pippin d. Ä. zu den engsten politischen Beratern des Königs. Als Bischof war K. einer der bedeutendsten Vertreter der austrasischen Politik in der 1. Hälfte des 7. Jhdts. Im Jahre 634 wurde K. zusammen mit dem austrasischen Herzog Adalgisil zum Leiter von »Pfalz und Reich« für den unmündigen Sohn Sigibert III. bestellt. Nach dem Tode Dagoberts (639) vertrat er als Gesandter König Sigiberts neben Pippin d. Ä. die austrasischen Interessen bei der Teilung der Schätze, die in der neustrischen Pfalz Compiègne stattfand. - Seine kirchliche Wirkung in Köln ergibt sich nicht klar aus den Quellen. Eine Klöstergründung (des späteren Stifts St. K., außerhalb der Stadtmauern) wird erst in seiner im 10. Jahrhundert abgefaßten Vita genannt. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, daß der Konvent sich wirklich seit K. dort befand. Das Kloster wäre dann benediktinisch-columbanischer Prägung, wie Stavelot-Malmédy. Spätere Quellen berichten noch, daß er die Bischöfe Theodardus und Lambertus von Maastricht geweiht hat. K.s wichtige Beteiligung an der Gründung des irofränkischen Doppelklosters Stavelot-Malmédy im Jahre 648 hingegen, geht aus der Gründungsurkunde, wie aus der in der Vita Remacli erhaltene Klostertradition und aus der Schenkung der villae Germigny und Terron-sur-Aisne hervor. Sein Leichnam wurde im St. Clemens beigesetzt.
* Quelle: http://www.bautz.de/bbkl/k/Kunibertus.shtml
* Kunibert, Bischof von Köln 623-663 * * um 590, + 12.11.663 * Begraben: St. Clemens, heute Pfarrkirche St. Kunibert, Köln
Der Sproß einer Adelsfamilie des Trierer-Metzer Landes, erzogen am Metzer Hof Theudeberts II., wurde durch seine dortigen Kontakte zur irofränkischen Reform wie zum Pariser 'Zentralhof' Mitglied einer geistlich-aristorkratischen Führungselite, die im Sinne Chlothars II. und Dagoberts I. eine integralistische Reichskonzeption vertrat. Dies zeigt seine Tätigkeit als Rat der austrasischen Unterkönige Dagobert I. und Sigibert III. wie als Trierer Archidiakon und vor allem als Leiter des Kölner Bistums, das er durch die wahrscheinlich unter seiner Mitwirkung erstellte Lex Ribuaria endgültig in das MEROWINGER-Reich einband. Im Zusammenhang mit der irofränkischen Reform steht seine Mission in Friesland und Sachsen, die unter Umständen in der von ihm errichteten oder erweiterten Kölner Clemenskirche ihr Zentrum hatte. Kuniberts Bund mit den austrasischen ARNULFINGERN-PIPPINIDEN nach Dagoberts I. Tod 639/40 bedeutete keine völlige Aufgabe früherer Positionen, sondern den Versuch, mit Hilfe dieser ebenfalls zur 'Reichsgesellschaft' gehörenden Familie Ordnung wie eigenen Einfluß zu wahren. Seit ca. 650 läßt Kunibert sich nicht mehr belegen. Seine Verehrung als Heiliger ist seit dem 9. Jh. in seinem Bistum und dessen Nachbargebieten (vor allem Trierer Raum) bezeugt.

Kirchenorgel
Die
Kirchengemeinde Rengen besaß bis 1979 ein Harmonium, danach ein elektronisches
Instrument. Ihr großer Wunsch war es, für ihr Gotteshaus eine Orgel
anzuschaffen. Besonders zwei Männer, Organist und Verwaltungsmitglied Erich
Willems und Küster Josef Schäfer, setzten sich für die Anschaffung dieses neuen
Musikinstrumentes ein.
Anfängliche Überlegungen zum Kauf einer neuen Orgel wichen schnell aus
Kostengründen ( ca. eine Viertelmillion Mark) in das Projekt "gebrauchte Orgel"
. Erfreut war man über die Nachricht, dass die Ursulinenschwestern in Trier eine
gebrauchte Orgel anboten. Im Oktober 1999 begutachteten Erich Willems, Josef
Schäfer und der Dauner Kantor Hubert Blaum bei einem Ortstermin in Trier die 35
Jahre alte Wacker-Orgel. Schnell kam man zu dem Schluss diese Orgel zu erwerben
. Schon Ende Oktober wurde das Instrument in Trier abgebaut und in die Werkstatt
von Orgelbaumeister Hubert Fasen nach Oberbettingen zur Generalüberholung
gebracht. Er gestaltete das Prospekt der Orgel um, was im Original asymmetrisch
angelegt war, und passte es dem Stil der Rengener Kirche an. Blickfang ist jetzt
der Mittelturm mit zwei Außentürmen, sowie den auf Hochglanz polierten
Prospektpfeifen. Die Orgel hat zwei Manuale und Pedal, verfügt über eine
mechanische Spiel- und Registertraktur und Schleifladen. Sie besitzt 711
Pfeifen: 612 aus einer Blei-Zinn-Legierung, zwölf aus Kupfer und 87 aus Holz.
Die größte Pfeife ist 258cm lang, die kleinste hat eine Körperlänge von 8
Millimetern. Alle 711 Pfeifen mussten in Lautstärke und Charakter verändert und
ihrer neuen Umgebung angepasst werden. Die Orgel wurde als Serieninstrument
gebaut, kostete jetzt die Rengener Filialgemeinde 80.000 DM. Am 13. Januar wurde
die Orgel in ihren Einzelteilen nach Rengen gebracht, wo der Orgelbauer Kurt
Stadtfeld die Intonierung der Pfeifen vornahm. Am Sonntag, 26.März 2000, fand
die feierliche Einweihung der Orgel durch Dechant Ludwig Gödert in der St.
Kunibert-Kirche in Rengen statt.